Moin moin alle miteinander!
Unser dritter Monat bei den Heuhüpfern ist wieder rasend schnell vorbei gegangen und somit schon 1/4 unserer FÖJ-Zeit zu Ende. Mit Anfang des Novembers entschied sich auch das Wetter, nach und nach, den Winter einzuläuten und  uns langsam von unserem geliebten Acker ins wohlig warme Haus zu treiben. Dort wartete schon unser Holzofen auf uns, der der einen oder anderen verfrorenen Hand wieder Leben einhauchte. Die Ofensaison ist eröffnet! Trotz Wind und Wetter hatten Nele und ich allerhand voll zu tun. Einige Handgriffe mussten immer noch auf unserem Acker getätigt werden. Wir säten u.a Gründüngung und Getreide aus und räumten unser Flächenbuffet. Auch waren wir dafür zuständig, neue Arbeitsmaterialien für kooperative Abenteuerspiele im Wald zusammen zustellen. Bewaffnet mit Stift, Papier, Nadel, Faden und einem kreativen Kopf machten wir uns daran die Materialien zusammen zustellen.  Dabei entstanden nicht nur süße Kärtchen und ein Waldpuzzel, sondern auch flauschige Stoffigel, mit denen die Kindern später sicher Spaß haben werden. Jeden Vormittag erreichten uns zusätzlich Schulklassen, die wissbegierig und aufgeregt auf unserem Hof ankamen. Gemeinsam erforschten wir den Weg vom Korn zum Brot, oder die Eigenheiten der Wolle, wobei das eine oder andere Schaf gestreichelt werden konnte. Doch nicht nur Grundschüler besuchten uns bei den Heuhüpfern, sondern auch BBS-Schüler, mit denen wir über nachhaltige Ernährung redeten. Dies half Nele und mir ungemein weiter, da bald unser zweites Seminar anstand und wir, und zwei andere SeminarTeilnehmerinnen,  genau zu diesem Thema etwas vorstellen wollten.
Das zweite Seminar ging diesmal zum Alfsee in Osnabrück, wo wir wieder mit unserer Teilgruppe drei Tage in einer Jugendherberge verbringen sollten. Mit gepackten Koffern machten Nele und ich uns auf zur Jugendherberge, bei  welcher es erstmal ein großes Wiedersehen mit den anderen FÖJler*innen gab. Viel Zeit zur Begrüßung blieb uns jedoch nicht, denn es gab noch viel zu tun. Diesmal lag unser Schwerpunkt beim Thema Nachhaltigkeit. Wir konnten etwas über Wölfe erfahren, sowie indigene Lebensweisen und hatten wieder Zeit an unseren Projekten weiter zu arbeiten. Außerdem gab es einen Upcyling-Workshop, bei welchem wir unser eigenes Terracottaglas individuell bemalen durften. Auch unser Themenblock zur nachhaltigen Ernährung war ein voller Erfolg. An den Abenden gab es wieder ein Lagerfeuer und auch einen Spieleabend mit leckerem warmen Punsch. Nach drei ereignisreichen Tagen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen.
Dann eines Samstag morgens, der Himmel war noch grau und die Fenster beschlagen, saß ich in meiner dämmerigen Küche zuhause. Noch konnte ich nicht ahnen, was gleich an diesem Tatort passieren würde. Vor mir stand schon der Übeltäter. Eine noch unscheinbare Thermosflasche gefüllt mit Kürbissuppe. Die Suppe hatte ich am Tag zuvor von der Arbeit mitgenommen, weil dort nach einer unser Ackerveranstaltungen Reste übrig geblieben waren. Eigentlich hatte ich vorgehabt die Reste an dem beschriebenen Tag zu essen, dem war aber nicht so! Grade als ich mit meinem Frühstück fertig war und mich erhoben hatte, passierte es. Ein Knall, ein fliegendes Geschoss und eine orangener Strahl. Mir und meiner hereineilenden Familie stand ein Chaos gegenüber. Der Tatort Küche war bis unter die Decke über und über mit Kürbissuppe bespritz und ein schlechter Geruch breitete sich langsam aus. Die Kürbissuppe, die bis vor wenigen Sekunden noch friedlich in der Thermosflasche verweilt hatte, war explodiert! Mit der Aussicht vor uns, die komplette Küche neu streichen zu müssen, machten sich meine Familie und ich daran die Suppe von unseren Wänden zu bekommen. Mit Schwamm, Lappen und selbst einem Bodenwischer wurde angefangen, die Wände abzuschrubben. Ein Kampf gegen die Zeit, denn wenn die Kürbissuppe erst einmal getrocknet war, wäre es vorbei mit
unserer weißen Küche gewesen. Mit vereinter Kraft schaffen wir es jedoch unsere Küche von der orangenen Lawine zu befreien. Wie konnte dies passieren? Wie hatte sich die Kürbissuppe aus der Thermosflasche befreit? Noch ist es uns schleierhaft, aber keine Sorge, das Detektiv Team Heuhüpfer hat bereits die Ermittlungen aufgenommen und ist der Sache auf der Spur. Bei Hinweisen, bitte bei uns melden.
Euer Detektivbüro Heuhüpfer - Nele und Lynn

Moini zusammen!

Ein weiterer Monat bei den Heuhüpfern ist vergangen und wir sind verblüfft, wie schnell die Zeit vergeht.

48c4b3c0 3e64 41c1 81d9 61c15c7a34ec Der Oktober begann ereignisreich mit der Ankunft sechs weiterer Kühe hier, auf dem Kapfelder Hof. Doch viel Zeit, die Neuankömmlinge willkommen zu heißen, blieb uns nicht, denn am 6. Oktober machten wir uns bereits auf den Weg zu unserem allerersten FÖJ-Seminar im NABU Gut Sunder, in Winsen an der Aller. Aus Pandemiegründen musste dieses leider von fünf auf drei Tage reduziert und unsere Gruppe halbiert werden. Schon am Bahnhof trafen wir die ersten FÖJler*innen aus anderen Einsatzstellen, bevor wir auf Gut Sunder den Rest der Gruppe kennenlernen durften. Nach ein paar Kennenlernspielen hieß es demnach bereits Abschied vom ersten Teil der Gruppe, die ihre drei Tage bereits hinter sich hatten. Kurz darauf ging auch schon das Programm los: wir lernten uns als Gruppe kennen, schrieben einen Brief an uns selbst, teilten Erwartungen wie Befürchtungen an unser FÖJ mit den anderen, erzählten Geschichten am Lagerfeuer, sammelten Ideen für FÖJ-Projekte, lernten die Kunstform Landart kennen, erörterten das Konfliktpotenzial zwischen Spaß und Naturschutz im Natursport, schärften unsere Sinne bei einer abenteuerlichen Nachtwanderung, wählten eine Seminarsprecherin und bereiteten das nächste Seminar vor. Nach diesen drei Tagen voller Programm und Interessanter Leute, ging es bereits wieder nach Hause.

IMG 2481 Zurück auf dem Hof ging es gleich wieder richtig los: mit den Schulklassen und Kindergarten-Gruppen, welche uns fast täglich vormittags besuchten, und nachmittags zu zweit, begannen wir, den Kinderacker auf den Winter vorzubereiten. Die Bohnen wurden geerntet und zum Trocknen auf den Dachboden gehängt, ebenso die Chilis, aus denen Lynns Mutter eine leckere Chili-Paste zauberte. Außerdem neigt sich die Möhrenernte dem Ende zu und auf dem Hof werden fleißig Möhren gewaschen. In den geräumten Beeten auf unserem Acker säten wir nach und nach Gründüngung aus, damit der Boden im Winter nicht vom Regen verwaschen wird. Die Netze über den nicht geräumten Beeten, tauschten wir gegen Fliese aus, damit es unserem Wintersalat nicht zu kalt wird. So verbrachten wir den Großteil des Monats damit, unseren Acker für die kalte Jahreszeit zu präparieren, bevor auch schon unsere Workshops begannen.

Neben den Seminaren müssen wir FÖJler*innen ebenso selbstgewählte online Workshops belegen. Lynn und ich entschieden uns diese Mal für „Ein Leben mit weniger Müll“ und „Tipps und Tricks für die FÖJ-Projektplanung“, bei welchem wir nach unserem Seminar noch weitere Ratschläge zur Ideenfindung und Umsetzung für unser FÖJ-Projekt erhielten.

Doch damit nicht genug, Lynn und ich fingen an, unsere erste eigene Ferienpassaktion im Wald zu planen: ein Basteltag im Wald. Da konnte uns nichtmal das Wetter aufhalten, denn selbst bei strömenden Regen erkundeten wir den Wald und sammelten Kastanien ohne Ende. Hätte der Regen nicht wieder eingesetzt, würden wir vermutlich immer noch dort sitzen und Kastanien suchen.

IMG 2462 Als dann die Ferien in den Startlöchern standen, war es auch für uns an der Zeit, eine Woche Urlaub zu nehmen und bei den Heuhüpfern kehrte Ruhe ein. In der zweiten Ferienwoche ging es dann aber mit unseren Ferienpassaktionen wieder motiviert weiter. Gemeinsam mit den Kindern pressten wir Apfelsaft, arbeiteten fleißig auf dem Acker, bastelten bei der von uns geplanten Aktion Kastanientiere und durften sogar ganze Familien sowie die HAZ in unseren Beeten begrüßen. Aber die größte Überraschung war ein weiterer Neuzugang auf dem Kampfelder Hof: fünf Hühner haben neben unserem Kinderacker ihr neues zuhause und werden uns von nun an bei unserer Arbeit beobachten – vielleicht haben sie ja ein paar Tipps für uns…

Bis die Rückmeldung der Hühner-Jury eintrudelt, wünschen wir euch einen guten Start in die kalte Jahreszeit!

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Eure Lynn und Nele

nächste Termine

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